Der Viervierteltakt & die Eins
Zu fast jedem Lied wippt der Fuß mit und kommt immer wieder an derselben Stelle auf: beim schweren Schlag. Dieses Mitwippen ist der Puls, die Stelle ist die Eins.
Musik richtet sich an einem gleichmäßigen Raster aus, und das meiste zählt in Vieren: 1-2-3-4, immer von vorn. Dieses Raster heißt Viervierteltakt und trägt Pop, Rock und Folk. Auf den Zählzeiten landen in der Regel die Anschläge und die Akkordwechsel. Der Takt ist damit das Gitter, in das sich Melodie und Akkorde einfügen — und das, was die Akkordschleife aus der Harmonie-Lage überhaupt in Bewegung hält.
Bei genauerem Hinhören sind die vier Schläge nicht gleich schwer: Neben der Eins trägt meist auch die Drei ein leichteres Gewicht, Zwei und Vier liegen dazwischen. Dieses Wechselspiel aus betont und unbetont unterscheidet Groove von bloßem Zählen.