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Mikrofon, DI und Modeller

Um eine E-Gitarre aufzunehmen, gibt es drei Grundwege, das Signal in den Rechner zu bekommen. Sie schließen sich nicht aus und liefern unterschiedliche Klänge — die Wahl prägt das Ergebnis mehr als die Preisklasse der Ausrüstung.

Mikrofon vor dem Amp — Der klassische Weg: Ein Mikrofon nimmt den Lautsprecher des echten Amps ab. Liefert den authentischen Klang von Amp, Box und Raum — aber es muss laut sein, der Raum klingt mit, und die Mikrofonposition ist entscheidend (siehe rec-2). Braucht Amp, Mikrofon und einen halbwegs brauchbaren Raum.

DI (Direct Injection) — Das Gitarrensignal geht direkt ins Interface, ohne Amp. Pur ist das dünn und unverstärkt — aber als trockene Spur wertvoll: Sie lässt sich später durch Amp-Simulationen oder per Re-Amping (rec-5) durch echte Amps schicken. Viele nehmen DI zusätzlich mit auf, als Sicherheitsnetz.

Modeller / Amp-Sim — Der box-simulierte Ausgang eines Modellers oder ein Amp-Plugin geht direkt in die DAW (siehe Topic „AMP Modeller"). Leise, wiederholbar, ohne Mikrofonierung — der praktischste Weg fürs Home Recording.

Einordnung — Kein Weg ist „richtig": Mikrofon liefert Authentizität und Raum, DI Flexibilität, Modeller Bequemlichkeit. Viele kombinieren — etwa Modeller und DI, um sich alle Optionen offenzuhalten. Fürs Zuhause ist der digitale Weg meist der leiseste und stressärmste Einstieg.