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Modulation (Chorus, Phaser, Flanger)

Modulationseffekte verändern das Signal zyklisch über die Zeit und erzeugen Bewegung, Breite und Schweben. Sie teilen ein Prinzip — eine langsame Wellenform moduliert den Klang — klingen aber deutlich verschieden.

Chorus — Verdoppelt das Signal und verstimmt die Kopie minimal und schwankend. Das ergibt den Eindruck mehrerer, leicht auseinanderlaufender Gitarren — voll, schimmernd, breit. Prägend für viele Clean-Sounds der 80er, aber weit darüber hinaus nützlich.

Phaser — Erzeugt wandernde Auslöschungen im Frequenzband, was ein wirbelndes, „schwappendes" Schweben ergibt. Von subtil-pulsierend bis auffällig-psychedelisch. Beliebt in Funk, Rock und für dezente Bewegung im Clean.

Flanger — Verwandt mit dem Phaser, aber intensiver und metallischer — ein „jet plane"-artiges Rauschen bis hin zu scharfem, resonantem Sweep. Der markanteste und am schwersten dezent einzusetzende der drei.

Typische ReglerRate/Speed (Tempo der Bewegung), Depth (Intensität), oft Mix oder Resonance/Feedback.

Prägende Referenzen — Für Chorus stehen der Boss CE-2 und der Small Clone (der schimmernde 80er- und Grunge-Clean-Sound); für Phaser der MXR Phase 90 (der wirbelnde Klassiker) und der Small Stone; für Flanger der MXR Flanger bzw. Boss BF-Serie. Klang-Referenzen, kein Ranking.

Modulation ist Würze, nicht Grundnahrung: Sparsam eingesetzt gibt sie Cleans Leben und Leads Breite; zu dick aufgetragen klingt sie schnell nach 80er-Klischee. Welcher der drei passt, ist reine Geschmacks- und Stilfrage — sie lösen ähnliche Aufgaben mit unterschiedlichem Charakter.