Reverb
Reverb (Hall) simuliert den natürlichen Nachhall von Räumen — von der intimen Kammer bis zur riesigen Kathedrale. Er gibt dem Ton Raum und Tiefe und lässt eine Gitarre „irgendwo" klingen statt trocken im Nichts. Kaum ein Sound kommt ganz ohne aus.
Reverb-Typen — Spring (Federhall): der schwappende, leicht metallische Hall klassischer Fender-Amps; prägend für Surf und Vintage-Sounds. Plate: dichter, glatter Studiohall, sehr musikalisch für Leads und Vocals. Room/Hall: naturnahe Raumsimulationen von klein bis groß. Ambient/Shimmer: moderne, oft mit Oktaven angereicherte Flächen für schwebende, atmosphärische Klänge.
Typische Regler — Reverb/Mix (Anteil), Decay/Time (Länge des Nachhalls), Tone/Damping (Helligkeit). Mehr Regler heißt mehr Kontrolle über Größe und Charakter des simulierten Raums.
Dosierung — Ein wenig Reverb macht fast jeden Sound angenehmer und „echter". Zu viel schiebt die Gitarre nach hinten und nimmt Definition — gerade im Bandkontext frisst zu viel Hall die Durchsetzung. Trocken spielt sich präziser, nass klingt größer; die Mitte ist meist das Ziel.
Prägende Referenzen — Der Federhall lebt vom Amp selbst (klassische Fender-Combos); unter den Pedalen stehen der Strymon-Charakter (BigSky/Flint) und das EHX Holy Grail für vielseitige und atmosphärische Hall-Sounds, das Boss RV-Serie für den praktischen Allrounder. Klang-Referenzen, kein Ranking.
Reverb ist der Effekt, den man am ehesten „immer an" hat. Kein Typ ist überlegen — Spring, Plate und Hall lösen verschiedene räumliche Aufgaben, und die richtige Menge ist fast wichtiger als der Typ.