Schlagmuster — das Pendel
Lässt man die Schlaghand zu einem Akkord-Loop konstant auf und ab pendeln und trifft die Saiten nur manchmal, entsteht Groove. Hält man die Hand zwischen den Treffern an, wirkt dasselbe Muster steif.
Ein Schlagmuster ist deshalb kein Satz Einzelschläge, sondern ein durchlaufendes Pendel: Die Hand bewegt sich konstant im Achtel-Puls auf und ab. Das Muster legt nur fest, welche Schwünge die Saiten treffen und welche leer durchlaufen. Treffer nach unten fallen auf die Zählzeit (Down, ↓), Treffer nach oben auf das „und" dazwischen (Up, ↑); die ungetroffenen heißen Geister-Schwünge.
Darin steckt der eigentliche Punkt: Ein Muster bleibt gerade wegen der leeren Schwünge im Takt. Weil die Hand ununterbrochen weiterpendelt, ist sie zum nächsten Treffer automatisch am richtigen Ort. Deshalb ist auch die Schlagrichtung nicht frei wählbar — sie hängt an der Zählposition. Frei ist nur, ob getroffen wird; eine erzwungene Gegenrichtung arbeitet gegen das Pendel.