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Wah und Filter

Wah- und Filtereffekte formen den Klang, indem sie ein Frequenzband betonen und verschieben. Der Wah ist der bekannteste Vertreter — sein „wah-wah" ist einer der ausdrucksstärksten Effekte der Gitarrengeschichte.

Wah-Wah — Ein per Fußwippe gesteuerter Filter, der einen Resonanzpeak durch das Frequenzspektrum fährt. Nach vorn gekippt betont er die Höhen (scharf, sprechend), zurück die Mitten/Bässe (dunkel). Gespielt im Rhythmus entsteht das charakteristische „Sprechen" der Gitarre — in Funk, Rock und Blues gleichermaßen zuhause. Als feste Stellung („Cocked Wah") dient er auch als Mittenbooster für Leads.

Auto-Wah / Envelope Filter — Derselbe Filter-Effekt, aber nicht per Fuß, sondern durch die Anschlagstärke gesteuert: Kräftiger Anschlag öffnet den Filter automatisch. Das ergibt den quakigen, perkussiven Funk-Sound — ohne Wippe, dafür anschlagsabhängig.

Typische Regler — Beim Wah oft nur die Wippe (manchmal mit Q/Range-Trimmern innen); beim Envelope Filter Sensitivity, Range, Q (Schärfe der Resonanz).

Prägende Referenzen — Das Cry Baby (Dunlop) ist das mit Abstand bekannteste Wah und quasi der Gattungsname; das Vox Wah prägte den Sound der 60er. Für Envelope-Filter steht der Mu-Tron III als funkiger Klassiker. Referenzpunkte, kein Kaufrat.

Einordnung — Der Wah ist ein Ausdrucks-, kein Hintergrundeffekt: Er lebt vom aktiven Spielen mit dem Fuß. Position in der Kette meist vorn (vor der Zerre), wobei „nach der Zerre" ein anderes, ebenfalls brauchbares Ergebnis liefert. Wie überall gilt: kein richtig, nur ein anderes.